Fraktion
Heilpädagogik

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Aktuelles

Blitzlicht

aus der Fraktionskommission

Heilpädagogik

 

 

 

Liebe Mitglieder der Fraktion Heilpädagogik

Seit 2012 ist in unserem Kanton die Integration im Grundschulbereich der Regelfall. Durch die Umstellung von der Separation zur Integration wurden die Aufgabenbereiche der Schulischen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen (SHP) umfangreicher. Die Legasthenie- und Diskalkulieförderung fiel als Einzeltherapie weg. Kinder mit solchen Schwierigkeiten werden nun hauptsächlich durch die SHP’s im Rahmen von IFoL integrativ gefördert. 


Die Fraktion Heilpädagogik steht seit einem Jahr intensiv mit dem HPD (Heilpädagogischer Dienst) und dem BBL (Berufsverband der Logopädinnen und Logopäden) im Kontakt. Beim gemeinsamen Austausch zeigte sich, dass die Voraussetzungen für eine gute Förderung im Bereich LRS und Rechenschwäche von Schule zu Schule sehr unterschiedlich sind, sei dies personell, finanziell, demographisch oder anderes. Es ging auch darum, wie die Zusammenarbeit zwischen den Logopädinnen und Logopäden, und den Schulischen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen intensiviert werden könnte. Daraus entstanden Fragen, welche auch bei der letzten Jahrestagung an die Mitglieder während der Fraktionsversammlung gestellt wurden:

  • Wie gestaltet ihr die Zusammenarbeit mit der Logopädie?
  • Was ist erfolgreich bei der Förderung von Kindern mit LRS?
  • Was ist euch wichtig bei LRS?

 

Die Auswertung dazu findet sich nun hier:

 

Wie gestaltet ihr die Zusammenarbeit mit der Logopädie?

 

Auf die Frage nach der Zusammenarbeit mit der Logopädie wurde an der Jahresversammlung oft der regelmässige Austausch, die Supervision oder der Austausch im Allgemeinen, je nach Situation und Bedarf als wichtiger Baustein genannt. Ebenfalls genannt wurde die Teilnahme an Eltern- oder Standortgesprächen. Absprachen für eine nachhaltige und wirkungsvolle Förderung sind unumgänglich.
Folgende Punkte wurden benannt, welche hilfreich sein können:

 

Förderschwerpunkte besprechen, das heisst Arbeit am gleichen Ziel

Methodische und inhaltliche Absprache in regelmässigen Abständen

Lehrmittel absprechen

Gebärden zur Unterstützung der Laute verwenden

Schnittstelle bei Wortschatzarbeit und Spracherwerb nutzen

Teilweise findet keine Zusammenarbeit statt, sei es wegen fehlender Zeitressourcen für den Austausch, im Förderprozess nicht involvierte Logopädin oder seien es anders gesetzte Förderschwerpunkte in der Logo, wie Aussprache, Artikulation, Wortfindung, Wortschatz, vor allem im Zyklus 1.

 

Mancherorts findet bereits jetzt gute Zusammenarbeit statt, andernorts könnte sie noch intensiviert werden.

 

 

Was ist erfolgreich bei der Förderung von Kindern mit LRS?


Eure Antworten zu dieser Fragestellung können in drei Gruppen aufgegliedert werden:

 

Lernangebote, Lernmaterial und Lehrmittel:

Beispiele sind die Internetangebote «Buchknacker» und «Antolin» sowie die Programme «FRESCH» und «Dybuster». Zudem wird angeregt, Texte mit Bildmaterial zu unterstützen und Lehrmittel mit passendem Layout zu wählen, also grosse Schrift und grosse Abstände. Als Lehrmittel und als Lernmethode werden zum einen «Hochstrasser/Trauffer» erwähnt und zum andern die Davis Methode.

 

Konkrete Übungsmöglichkeiten:

Silben schwingen, Silben gehen, Silben lesen, Silben unsinnig zusammenstellen (lustige Wörter), Wörter lesen.

Jemandem etwas beibringen, Kind als Experte.

Viele Übungen zur phonologischen Bewusstheit und allgemein viele Höraufgaben.

 

Voraussetzungen, Rahmenbedingungen:

Genügend zeitliche Ressourcen, um beispielsweise individuell mit jedem LRS Kind ein kurzes Zeitfenster zu finden oder eine fixe Struktur mit wöchentlichem Einzelunterricht während einem Teil der Lektion festzulegen.

Genaue Lernstandabklärung und Arbeit an den Schwierigkeiten.

Regelmässiges Lesetraining in der Schule und zuhause. Dabei auch die Eltern instruieren und ins Boot holen, z.B. mit Lesepass.

Repetitives Lesen, tägliches, kurzes Lesetraining, Lesen als Ritual, laut lesen, Lesetandem.

Rechtschreibunterricht im ganzen Schulhaus als Prozess anschauen und bewusst durch alle Stufen gestalten.

Enge Zusammenarbeit SHP/KLP.



Was ist euch wichtig bei RLS?


Eure Antworten zu dieser Frage sprechen ganz vielfältige Bereiche an:

 

Es müssen zeitliche Ressourcen vorhanden sein.

Die LRS Förderung darf nicht auf Kosten von anderen Fördermassnahmen gehen.

Bei den KLP Zeit für die Förderung einfordern, Kontinuität muss gewährleistet sein.

Mehr Relevanz bei LP für Lesen und Rechtschreiben erreichen.

Früh anfangen! Oft ist schon im KG «sichtbar», wenn ein Kind Mühe mit dem Schriftspracherwerb hat.

Frühzeitiges Erkennen und Fördern sind von Bedeutung.

Ebenso die Zusammenarbeit und der Austausch mit LP und Eltern.

Die Zusammenarbeit mit der Logopädin/dem Logopäden muss forciert werden.

Das Aufzeigen der Möglichkeiten und Kapazitäten der Logo hat eine hohe Bedeutung.

Der Nachteilsausgleich muss thematisiert werden.

LRS-Kinder sind «normal begabt», zu oft werden sie zurückgestuft.



Wie bereits in der Einleitung erwähnt, haben wir die Zusammenarbeit auf Verbandsebene mit den Logopädinnen intensiviert. Daraus entsteht unsere gemeinsame Tagung zum Thema Lese- und Rechtschreibschwäche, welche auf den Herbst geplant ist.

Es wird voraussichtlich zwei Referate, mehrere Workshops und eine Podiumsdiskussion geben.  Weitere Infos folgen so bald wie möglich.



DaZ – Interkantonal

Ein weiteres Thema, das uns in diesem Verbandsjahr beschäftigt, ist der DaZ-Unterricht. In einigen Regionen des Kantons nimmt hier der Bedarf stetig zu. Uns ist es deshalb ein Anliegen, dass der Kanton den DaZ-Unterricht auf ein solideres Fundament stellt. Auf Verbandsebene tut sich in der Zusammenarbeit mit anderen Kantonen einiges. Unsere Fraktionskommission ist dort auch mit einem Mitglied vertreten.

Unter dem Namen «Vereinigung DaZ Interkantonal» ist eine Interessengemeinschaft zur Unterstützung und Förderung des Unterrichts «Deutsch als Zweitsprache (DaZ)» an der Vor- und Volksschule in den deutschsprachigen Kantonen der Schweiz am Entstehen. Ziel der Vereinigung ist die Förderung des Stellenwerts des «Deutschunterrichts als Zweitsprache» im schulischen Umfeld, in der Bildungs- und Schulpolitik und in der Gesellschaft.

Bis anhin wurde ein Berufsbild der DaZ-Lehrpersonen entwickelt und von den Teilnehmenden der Treffen vom 18.11.2020 und 20.11.2020  an der Pädagogischen Hochschule in Zürich diskutiert. Ebenso wurde der Vorschlag für das Statut für die Vereinigung VDaZ Interkantonal vorgestellt und besprochen. Im Moment übernimmt der Verein der Zürcher DaZ-Lehrpersonen stellvertretend für die beteiligten Kantone erste administrative Aufgaben.

 

 

 

Mitarbeit in der Fraktionskommission

 

An der vergangenen Jahrestagung hatte Markus Hofmann seinen Rücktritt auf Ende dieses Verbandsjahres angekündigt. Nun sprechen wir dich als interessiertes Verbandsmitglied an, eine spannende Tätigkeit in der Fraktionskommission anzunehmen und in unserem Team mitzudenken. Als Kommissionsmitglied bist du in der Schulentwicklung unseres Kantons mittendrin. Du bist dabei und kannst dich aktiv in unsere Schullandschaft einbringen.

 

Fühlst du dich angesprochen? Möchtest du noch mehr erfahren? Dann nimm doch mit uns Kontakt auf. Unsere E-Mail-Adresse: heilpaedagogiknoSpam@legr.noSpamch. Auf Anfrage rufen wir gerne zurück.



Wir wünschen euch weiterhin eine gut Zeit und erfolgreiche Fortsetzung des Schuljahres.
Eure Fraktionskommission
Eveline Bronnenhuber, Mirjam Rischatsch, Ladina Manser-Veraguth, Barbara Della Valle, Markus Hofmann

 

 

 

 

 

 

Rückblick
auf die Fraktionsversammlung vom 3. Oktober 2020

Unsere Fraktionsversammlung fand wie erwartet in einem kleinen, recht überschaubaren Kreis statt. Unter dem Motto
 

"....niemand ahnt es, wie der Würfel fällt, doch nichts geschieht durch Zufall auf der Welt..."
(Juliane Werding)

konnten wir neben unseren allgemeinen Fraktionsgeschäften auch unser diesjähriges Hauptthema behandeln. Die Auseinandersetzung mit der Lese-, Rechtschreibförderung begleitete uns durch das vergangenen Verbandsjahr und in Zusammenarbeit mit dem Heilpädagogischen Dienst und dem Berufsverband der Logopädinnen und Logopäden beabsichtigen wir, eine Tagung zu diesem Thema auf die Beine zu stellen. Für uns interessant sind nun die Antworten, die wir von euch an der Versammlung bekommen haben.

Eine weitere wichtige Zusammenarbeit fand mit der Fraktion Kindergarten statt. Hier konnetn wir verschiedene gemeinsame Schnittstellen ausloten. Und schliesslich haben wir, wiederum sehr spontan, eine Nachfolgerin für die zurücktretende Corina Peterlli Fetz wählen können.

Detaillierter findet ihr alles im
Jahresbericht
und im
Protokoll
der Fraktionsversammlung

Und nun wünschen wir, dass die Würfel auch im nächsten Verbandsjahr gut fallen!

Fraktionsversammlung Heilpädagogik 2020
Kantonsschule Plessur, Chur

Samstag, 3. Oktober 2020
 

Wir begrüssen alle, die in diesem Jahr an unserer Fraktionsversammlung teilnehmen. Diese findet unter speziellen Umständen statt. Auch wir werden uns an das Schutzkonzept halten und Maske tragen. Nur zum Sprechen vor dem Plenum werden wir der Verständlichkeit halber die Maske abnehmen, natürlich unter Einhaltung der Distanzregeln.

 

12:30 Fraktionsversammlung der Fraktion Heilpädagogik

Traktandenliste:
1. Begrüssung zur Jahresversammlung der Fraktion Heilpädagogik und Wahl de Stimmenzähler
2. Protokoll der Jahrestagung vom 19. September 2019
3. Auszug aus dem Jahresbericht
4. Rückblick aufs Blitzlicht, Vorausschau auf Zusammenarbeit mit Logopädinnen
5. Zusammenarbeit mit den Logopädinnen
6. LRS
7. Berichte aus den Ressorts
8. Wahlen
9. Varia

Das Protokoll der letztjährigen Fraktionsversammlung und der Jahresbericht können über die folgenden Links angeschaut und heruntergeladen werden. Sie werden an der Fraktionsversammlung nicht in gedruckter Form aufliegen.

Protokoll der Jahresversammlung vom 21. September 2019
Jahresbericht über das Verbandsjahr 2019/2020

Hotline und Beratungsangebot HfH
Covid-19 - Fernunterricht und Förderung von Sus mit bes.
päd. Bedürfnissen

Alle Schulen sind derzeit geschlossen. Dies stellt auch den Fernunterricht und die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen vor Herausforderungen.

Angesichts der aktuellen Situation der Schliessung der Schulen unterstützt die HfH das Praxisfeld bei Fragen rund um Fernunterricht und Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen. Über die Homepage gelanden die Anfragen an unsere Expertinnen und Experten und werden zeitnah beantwortet. https://www.hfh.ch/de