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Maskenpflicht ist das kleinere Übel

LCH-Zentralsekretärin Franziska Peterhans beurteilt die Maskenpflicht.

Seit Ende Oktober gilt auf dem Schulareal die Maskenpflicht für alle Personen über zwölf Jahren. In zwei Interviews hat Franziska Peterhans, Zentralsekretärin LCH, erklärt, was diese Massnahme für Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler bedeutet und wie sie sich auf den Unterricht auswirkt.

Franziska Peterhans, Zentralsekretärin LCH, windet den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe ein Kränzchen. Angesichts der bedrohlichen Situation würden sie sich an die Weisungen der Schulleitung halten und grundsätzlich mit einer Maske zur Schule kommen, erklärt sie im Interview mit dem Schweizer Elternmagazin «Fritz+Fränzi». «Es sind vereinzelt die Erwachsenen, also die Eltern, die ihre Kinder von der Schule abholen, die wir an die Maskenpflicht auf dem Schulareal erinnern müssen.»

Ungewohnt für alle Beteiligten

Lehrpersonen seien bestrebt, die Schülerinnen und Schüler auch mit Maske im Unterricht emotional und intellektuell zu motivieren und mitzunehmen. Gleichwohl bleibe der Unterricht mit Maske, wenn die Mimik nicht sichtbar und das Gesagte schlechter verständlich ist, eine Herausforderung für Lehrpersonen, räumt Peterhans ein. «Beispielsweise in den Fremdsprachen und im Deutschunterricht für fremdsprachige Kinder und Jugendliche ist die Maskensituation alles andere als optimal.» Zudem seien sich sowohl Lehrpersonen als auch Schülerinnen und Schülerinnen nicht gewohnt, acht Stunden lang eine Maske zu tragen. Es sei ganz klar keine besonders gesunde Situation, zurzeit aber das kleinere Übel, fasst die Zentralsekretärin zusammen.

Schulschliessungen unbedingt vermeiden

Dies hat Franziska Peterhans in einem Interview mit Radio 24 nochmals betont: «Wenn die Alternative die Schliessung der Schule ist, dann ist die Maske definitiv das kleinere Übel.» Sie berichtete, dass insbesondere Eltern die Maskenpflicht kritisiert hätten, beispielsweise mit der Begründung, dass die Kinder mit Maske nicht so gut lernen könnten. Vorbehalte hat sie auch gegenüber sogenannten Coronaskeptikerinnen und -skeptikern unter den Lehrpersonen. «Jetzt ist nicht die Situation für Meinungsvielfalt in Bezug auf die Coronamassnahmen, sondern wir haben Fachleute, die die Politik beraten, und Arbeitgeber, die für den Schulbetrieb verantwortlich sind.» Lehrpersonen hätten dann die Aufgabe, die jeweiligen Schutzkonzepte umzusetzen.

 

Artikel Fritz & Fränzi

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