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Der LEGR hat eine neue Präsidentin

Laura Lutz hat am Samstag an der Delegiertenversammlung das Präsidium des LEGR von Sandra Locher Benguerel übernommen. Hier stellt sie sich kurz vor

 

"Mein Name ist Laura Lutz und ich bin 33 Jahre alt. Aufgewachsen bin ich in Domat/Ems, wo ich auch die obligatorische Schulzeit besucht habe. Nach Abschluss der Fachmittelschule habe ich während einem Jahr verschiedene Gelegenheitsjobs ausgeübt, um mir den Traum einer einjährigen Reise durch Neuseeland verwirklichen zu können. Noch während dieser Reise habe ich entschieden, die Ausbildung zur Primarlehrerin an der PHGR zu absolvieren. Schon nach den ersten Minuten vor einer Klasse war für mich klar, dass ich mich richtig entschieden hatte. Bis heute liebe ich meinen – unseren Beruf sehr.

Nach der Ausbildung habe ich während sieben Jahren in Domat/Ems auf der 5./6 Stufe unterrichtet und im letzten Jahr habe ich eine Stellvertretung in Cazis übernommen. Seit August 2020 unterrichte ich in Chur im Schulhaus Lachen in der 5./6. Klasse der scola bilingua. Vor drei Jahren bin ich der Fraktionskommission Primar LEGR beigetreten und vor zwei Jahren habe ich den Schritt in die Geschäftsleitung gewagt.

Die Tätigkeiten des Verbands und der Einsatz für die Lehrpersonen in Politik und Gesellschaft haben mich von Beginn an fasziniert. Inzwischen kenne ich die Herausforderungen, welche uns als Lehrpersonen immer wieder stark beansprucht. Die Erwartungen der Gesellschaft, der Eltern und unserer Schüler und Schülerinnen sind hoch. Mit der Digitalisierung und den immer wachsenden Ansprüchen an den Unterricht wächst der Druck auf die Lehrpersonen stetig. Als ehemalige Infomatikverantwortliche einer Schule ist mir bewusst, wie wichtig eine adäquate Infrastruktur und die damit verbundene Weiterbildung der Lehrpersonen ist, um mit der digitalen Evolution Schritt halten zu können. Während des Lockdowns sind viele Lehrpersonen über sich hinausgewachsen und haben kreative Möglichkeiten gefunden mit ihren Klassen in Verbindung zu bleiben. Auf digitalem und analogem Weg haben sie die Kinder unterrichtet und dafür gesorgt, dass die Schule nicht stillsteht. Dieses enorme Engagement der Bündner Lehrpersonen hat mich überwältigt und in meinem Wunsch bestärkt, mich für unseren Berufsstand einzusetzen.

Der Fernunterricht hat jedoch auch aufgezeigt, wie gross die Diskrepanz bezüglich der digitalen Fitness in den verschiedenen Schulhäusern ist. Es ist mir ein Anliegen, dass diese Schere sich wieder schliessen wird. Die Umsetzung der Integration ist nun schon seit einigen Jahren in vollem Gange und kann noch nicht als abgeschlossen angesehen werden. Diese Prozesse müssen weiterhin begleitet und ausgewertet werden. Die Löhne der Bündner Lehrpersonen, insbesondere die der Kindergartenlehrpersonen, sind im schweizweiten Vergleich sehr tief. Auch hier müssen wir als Verband am Ball bleiben. Wider die Herausforderungen sind wir Lehrer und Lehrerinnen aktiv, kreativ und um das Wohlergehen unserer Schülerinnen und Schüler besorgt. Wir setzten uns täglich dafür ein, dass die Bündner Schullandschaft floriert und mit der schnelllebigen Zeit schritthält. Dies motiviert mich. Mit einer starken Geschäftsleitung möchte ich  mich für eine gute Schule für alle einsetzen.

Ich sehe den kommenden Herausforderungen mit Zuversicht entgegen und bin überzeugt, dass wir mit unserem Einsatz bessere Arbeitsbedingungen schaffen und somit die Bündner Schule weiter stärken werden."   

Laura Lutz

 

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