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Am Montag, 20.August 2018 startet  Graubünden mit dem Lehrplan 21

Ab dem neuen Schuljahr gilt der Lehrplan 21 Graubünden mit einer dreijährigen Umsetzungsphase bis 2021. Diese drei Jahre sind für die Lehrerinnen und Lehrer sehr wichtig. Denn sie brauchen sie für eine gewinnbringende Umsetzung in den Unterricht. Dabei ist es auch von Bedeutung, dass für die Umsetzung des Lehrplans realistische Ziele gesetzt werden.

 

Mit dem Start des neuen Lehrplans ab dem kommenden Schuljahr wird dieser in den Bündner Schulen in eine Bewährungsprobe geschickt. Es wird sich in der Praxis zeigen, was sich bewährt und was nicht. Dabei ist es wichtig, die Erfahrungen der Lehrerinnen und Lehrer aus der Praxis in den nächsten Jahren laufend miteinzubeziehen und dort, wo angezeigt, auch Optimierungen am Lehrplan vorzunehmen. Eine Gelingensbedingung ist deshalb, dass Lehrpersonen eingebunden sind.

 

Lehrmittelsituation für Romanisch- und Italienischbünden unbefriedigend

Kritisch beurteilt der LEGR die Lehrmittelsituation für Italienisch- und Romanischbünden. Die Lehrmittel übernehmen in Bezug auf die Einführung des neuen Lehrplans eine wichtige Rolle. Für Deutschbünden steht zumeist eine gute Auswahl an Lehrmitteln zur Verfügung. Unbe¬friedigend ist jedoch die Situation für Romanisch- und Italienischbünden. In diesen beiden Sprachregionen fehlen Lehrmittel beispielsweise für die Einführung neuer Fächer. Die Lehrerinnen und Lehrer haben einen grossen zusätzlichen Arbeitsaufwand in ihren Schulsprachen entsprechende Lernmaterialen selbst zu übersetzen oder herzustellen. Hier sieht der LEGR einen dringenden Handlungsbedarf.

Realistische Ziele?

Kritisch beurteilt der LEGR ebenso die Fülle des Lehrplan 21. Es ist wichtig, dass für die Umsetzung des Lehrplan 21 realistische Ziele gesetzt werden, und den Schülerinnen und Schülern weiterhin genügend Zeit eingeräumt wird, um die Fachkompetenzen vertiefen zu können.

 

Medienmitteilung LEGR (PDF 94 KB)

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