Aktuelles

Fraktionsversammlung Heilpädagogik 2020

Fraktionsversammlung Heilpädagogik 2020

Kantonsschule Plessur, Chur

 

Samstag, 3. Oktober 2020

 

 

 

 

 

 

 

Wir begrüssen alle, die in diesem Jahr an unserer Fraktionsversammlung teilnehmen. Diese findet unter speziellen Umständen statt. Auch wir werden uns an das Schutzkonzept halten und Maske tragen. Nur zum Sprechen vor dem Plenum werden wir der Verständlichkeit halber die Maske abnehmen, natürlich unter Einhaltung der Distanzregeln.

 

12:30 Fraktionsversammlung der Fraktion Heilpädagogik

 

Traktandenliste:

1. Begrüssung zur Jahresversammlung der Fraktion Heilpädagogik und Wahl der Stimmenzähler

2. Protokoll der Jahrestagung vom 19. September 2019

3. Auszug aus dem Jahresbericht

4. Rückblick aufs Blitzlicht, Vorausschau auf Zusammenarbeit mit Logopädinnen

5. Zusammenarbeit mit den Logopädinnen

6. LRS

7. Berichte aus den Ressorts

8. Wahlen

9. Varia

 

Das Protokoll der letztjährigen Fraktionsversammlung und der Jahresbericht können über die folgenden Links angeschaut und heruntergeladen werden. Sie werden an der Fraktionsversammlung nicht in gedruckter Form aufliegen.

 

Protokoll der Jahresversammlung vom 19. September 2020 (PDF 370 KB)

Jahresbericht über das Verbandsjahr 2019/2020 (folgt in Kürze)

 

 

 

 

 

 

 

Hotline und Beratungsangebot HfH

Hotline und Beratungsangebot HfH

COVID-19 – Fernunterricht und Förderung von SuS mit bes. päd. Bedürfnissen

 

Alle Schulen sind derzeit geschlossen. Dies stellt auch den Fernunterricht und die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen vor Herausforderungen.

 

Angesichts der aktuellen Situation der Schliessung der Schulen unterstützt die HfH das Praxisfeld bei Fragen rund um Fernunterricht und Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen. Über die Homepage gelangen die Anfragen an unsere Expertinnen und Experten und werden zeitnah beantwortet. https://www.hfh.ch/de

 

 

 

 

Blitzlicht aus der Fraktionskommission

Blitzlicht aus der Fraktionskommission

März 2020

 

 

 

Liebe Mitglieder der Fraktion Heilpädagogik

 

Die Schulen sind geschlossen – die Schule geht trotzdem weiter und damit auch unsere Arbeit in der Fraktionskommission Heilpädagogik. Mit diesem Newsletter möchten wir euch einen Einblick in unsere gegenwärtigen Tätigkeiten geben.

 

 

Aktuelles aus der Fraktionskommission

 

In diesem Verbandsjahr beschäftigen wir uns mit den Themen Integration auf der Oberstufe, dem Wert der IFP-Lektionen, der Positionierung des DAZ-Unterrichts und der Frühförderung in Zusammenarbeit mit der Fraktion Kindergarten.

 

Im Grossen Rat wurden in letzter Zeit einige Anfragen rund um unsere Kernthemen lanciert und beraten. Wir versuchen hier fundierte Statements zu erarbeiten, welche der Geschäftsleitung als Argumentarium dienen können, in der politischen Diskussion Einfluss zu nehmen. Wir hoffen, dass damit die Vorstösse etwas zu unseren Gunsten gelenkt werden können und gute Ausgangslagen für die spezielle Förderung geschaffen werden.

 

Mit der Fraktionskommission Kindergarten trafen wir uns im März, um das grosse Thema Frühförderung erneut zu besprechen und zu beraten. Wir sind uns einig, dass eine frühe Förderung für einen guten Start in die Schule respektive den Kindergarten wichtig und gewinnbringend ist. Herausfordernd an der Frühförderung ist, dass teilweise die kantonale Zuständigkeit nicht im selben Departement liegt wie die Bildung. Dies erschwert die Zusammenarbeit und es können Unklarheiten entstehen.

 

Alle Frühförderangebote sind freiwillig. Sie sind einerseits nicht im ganzen Kanton vorhanden, anderseits werden vorhandene Angebote nicht unbedingt von besonders betroffenen Familien wahrgenommen und genutzt. Nicht allen Erziehungsberechtigten ist ihre überaus wichtige Rolle für einen guten Start ihrer Kinder bewusst, sie zur gemeinsamen Arbeit zu bewegen manchmal nicht einfach.

 

Zum Thema DaZ-Unterricht finden aktuell interkantonale Austauschtreffen statt. Diese haben zum Ziel, eine Bestandsaufnahme der Ausgestaltung des DaZ-Unterrichts in den verschiedenen Kantonen zu machen und eine mögliche Zusammenarbeit zu definieren.

 

Unsere Themen sind spannend und wir bleiben am Ball.

 

 

Austausch mit den Logopädinnen

 

An unserer letzten Fraktionssitzung fand ein Austausch mit dem Heilpädagogischen Dienst (HPD) betreffend Legasthenie- und Dyskalkulieförderung statt. Vom HPD wird festgestellt, dass vermehrt Logopädinnen von Eltern angefragt werden, ob diese die Legasthenieförderung übernehmen können. Teilweise entsteht das Gefühl, in der Schule hätten die SHPs zu wenig Ressourcen.

 

Für die Logopädinnen und die Fraktionskommission Heilpädagogik ist klar, dass die Förderung gemäss Schulgesetz zu den Aufgaben der SHP gehört. Oft wird die Förderung dieser Teilleistungsschwächen im Rahmen von IFoL auch kompetent übernommen. Teilweise gehen Kinder mit LRS jedoch in den Klassen unter. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Zum einen sind die SHP mit schwierigeren Situationen schon stark belastet, zum anderen fehlen die zeitlichen Ressourcen und vielerorts hat es auch keine ausgebildete SHP, welche die Förderung fachgerecht übernehmen kann.

 

Ein Austausch zu diesem Thema zwischen SHP und Logopädinnen wird von beiden Seiten gewünscht. Die Förderung von Schülern mit Teilleistungsschwächen ist in unserer Fraktionskommission zu einem Schwerpunktthema geworden und wird uns auch zukünftig noch stark beschäftigen.

 

 

Schnittstellenkonferenz

 

An der vergangenen Schnittstellenkonferenz vom 29. Oktober 2019 referierte Frau Regina Knöpfel zum Thema «Jung und beeinträchtigt». Regina Knöpfel ist stellvertretende Leiterin der Fachentwicklung bei Compasso, Netzwerk für berufliche Eingliederung von Menschen mit Beeinträchtigungen.

 

Ursprüngliches Ziel von Compasso war es, eine Internetseite aufzubauen, um es Firmen zu erleichtern, Menschen mit Beeinträchtigungen einzustellen. Daraus hat sich inzwischen ein Netzwerk zwischen Unternehmen, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden, Behindertenverbänden und IV-Stellen entwickelt.

 

Noch bis vor wenigen Jahren galt für die Integration in den Arbeitsmarkt von Menschen mit Beeinträchtigungen die Empfehlung, möglichst die Arbeitgeber ins Boot zu holen und diese zu sensibilisieren. Tatsächlich war das Interesse der Arbeitgeber sehr bescheiden. Gemeldet haben sich nur solche, die ohnehin bereits dabei waren. Es zeigte sich auch, dass kleine und mittlere Betriebe eher bereit sind, Menschen mit Beeinträchtigungen einzustellen, als grosse Firmen.

 

Bis jetzt sind nur wenige Studien vorhanden, welche den Weg von der Schule bis zum Fussfassen am Arbeitsplatz, inklusive Berufsbildung, untersuchen. Compasso führte deshalb eine eigene Studie durch und publizierte eine umfassende Bestandsaufnahme. Daraus ergeben sich folgende Erkenntnisse:

  • Menschen mit Beeinträchtigungen und deren Eltern benötigen eine fundierte und professionelle Unterstützung im gesamten Prozess ab der Berufswahl bis zum Fussfassen im Erwerbsleben. Dies sollte möglichst durch eine einzige Person gewährleistet werden.
  • Arbeitgeber benötigen – bei Bedarf – ebenfalls Unterstützung. Das Bedürfnis hier ist vor allem eine Beratung im unternehmerischen Bereich. Oberstes Ziel ist immer, dass das Unternehmen funktionieren muss.

 

Für Menschen mit Beeinträchtigungen ist der Zugang zum ersten Arbeitsmarkt, wie für alle anderen auch, mit einer guten Ausbildung besser. Nur ist der Weg für diese besonders erschwert. Hier sind verschiedene Ansätze nötig. Von Compasso wird empfohlen, den IKN, Individueller Kompetenznachweis, und das REP, Ressourcenorientiertes Eingliederungsprofil, kombiniert zu verwenden. Mit Hilfe von vielfältigen gelungenen und konkreten Beispielen aus der Praxis möchte Compasso Motivationsarbeit leisten.

 

In der Diskussion wurde auf die Kehrseite der an sich positiven Zielsetzung hingewiesen. Gerade der IKN und das REP bedeuten für kleine und mittlere Betriebe einen grossen zusätzlichen Aufwand. Einzelne Betriebe überlegen sich offenbar, aus diesem Grund zukünftig keine Jugendlichen mit Beeinträchtigungen mehr auszubilden.

 

 

Einige News aus der Sonderpädagogischen Kommission des LCH

 

Neue Umfrage:

Der LCH führt aktuell eine Umfrage zum Thema „Das Sonderpädagogische Grundangebot in der Deutschschweiz“ durch.

 

Pauschal-Ressourcen an Schulen:

Die HfH hat ihren dritten Round-Table zum Thema „Pauschal-Ressourcen an Schulen“ durchgeführt. Dieses Modell liegt bei einigen Kantonen im Trend und ist nicht unumstritten. Schulen sollen bei der pauschalen Ressourcierung nicht mehr für einzelne Angebotskategorien und auf individuellen Antrag Ressourcen erhalten, sondern als pauschale Kontingente. Damit muss – innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Lektionentafel – der gesamte Schulbetrieb finanziert werden, vom Regelunterricht über die integrierte Heilpädagogik und DaZ bis zur Begabtenförderung und integrierten Sonderschulung. Der Schulleitung kommt bei diesem Modell eine Schlüsselrolle zu. Kann mit diesem flexiblen Modell Bildungsgerechtigkeit garantiert werden?

 

Ein Faktenblatt und Interview-Ausschnitte von Teilnehmenden des Round-Tables sind unter folgendem Link einsehbar:

https://www.hfh.ch/de/die-hfh/hfh-round-table/pauschal-ressourcen-an-schulen

 

 

Virtuell-interkultureller Sprachvergleich:

Basierend auf einer Bachelorarbeit bietet die HfH auf der untenstehenden Webseite einen virtuell-interkulturellen Sprachvergleich im morpho-syntaktischen Bereich in über 10 Sprachen an:

Fachpersonen aus den Bereichen Logopädie und Schulische Heilpädagogik sowie DaZ-Lehrkräfte und Sprachförderpersonen erhalten damit ein Hilfsmittel zur sprachlichen Einschätzung von mehrsprachigen Kindern. In kompakter Weise werden die markantesten Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen gesprochenen Erstsprachen sowie Varietäten im deutschsprachigen Raum und dem Hochdeutschen in den Kategorien Nomen, Verb und Satzbau dargestellt.

https://www.hfh.ch/de/unser-service/expertenwissen-online/mehrsprachigkeit

 

 

Protokoll Fraktionsversammlung 2019

 

Am 21. September 2019 fand die Jahrestagung des LEGR in den Räumlichkeiten der Kantonsschule Plessur in Chur statt. Das Protokoll unserer Fraktionsversammlung kann auf unserer Homepage eingesehen werden:

www.legr.ch – Fraktion Heilpädagogik – Aktuelles (PDF 370 KB)

 

 

Befragung zur Umsetzung der IF-P Lektionen, Meinungen aus der Fraktion Heilpädagogik

 

Anlässlich der Jahresversammlung des LEGR vom 21.09.2019 wurden die Mitglieder der Fraktion Heilpädagogik befragt, welche Schwerpunkte in der Umsetzung der IF-P Lektionen gesetzt werden.

 

Einerseits wurde die Frage gestellt, wer den Lead bei der Planung hat, andererseits wurde nachgefragt, welche Inhalte besonders berücksichtigt werden und welche Themen bearbeitet werden.

 

Eine grosse Übereinstimmung kann bei der gemeinsamen oder abwechselnden Planung der IF-P Lektionen festgestellt werden, nämlich 24 Stimmen. 10 Personen sehen die Planung und Umsetzung der Lektionen eher durch die SHP, fünf Personen sehen den Lead eher bei der Klassenlehrperson.

 

Die Art und Weise, wie die IF-P Lektionen umgesetzt werden und welche Inhalte berücksichtig werden, sind so vielfältig wie die Zusammensetzung der Kinder, der Lehrpersonen, der Heilpädagogen und der Heilpädagoginnen. Hier ist immer wieder Entdeckerfreude gefragt, Mut, neue Formen auszuprobieren, um möglichst tragfähige und effiziente Lösungen zum Wohl der Kinder zu finden.

 

Bei den konkreten Themeninhalten wurden auf der Kindergartenstufe Übungen zur Wahrnehmung, zur Motorik, zur Augen- Hand-Koordination, zum Training der phonologischen Bewusstheit sowie zu sprachlichen und mathematischen Grundfertigkeiten genannt, aber auch Spielbegleitung und Anleitung von Gesellschaftsspielen.

 

Bei der Primar Unterstufe nannten die Teilnehmenden der Fraktionssitzung vorwiegend Lesetraining, Rechtschreibetraining und Unterstützung in der Mathematik.

 

Schlussendlich wurden bei der Primar Mittel- und Oberstufe Übungen in der Rechtschreibung, Grammatikthemen, Unterstützung bei Schreibanlässen und dem mündlichen Fremdsprachenunterricht genannt.

 

Über alle Klassenstufen hinweg wurden auch Formen unterschiedlicher Settings wie Rollentausch, Unterstützung bei offenen Lernformen, Arbeit mit Halbklassen, Arbeit einzeln oder in kleinen Gruppen, unter anderem auch in Stärke- oder Interessengruppen, sowie Pre-Teaching angesprochen. Ebenso wurden Lernstanderfassung und Unterstützung in den sozialen Kompetenzen erwähnt.

 

Eine detaillierte Zusammenstellung mit den eingegangenen Meinungen und Ideen findet sich auf unserer Homepage unter:

www.legr.ch – Fraktion Heilpädagogik – Aktuelles – Umsetzung IFP-Lektionen (PDF 51 KB)

 

 

Fragen und Anregungen

 

Bei Fragen und wenn ihr Anregungen an uns habt, nehmt einfach mit uns Kontakt auf:

heilpaedagogik[at]legr[dot]ch

 

 

In diesem Sinne wünschen wir euch in dieser besonderen Situation viel Geduld, zündende Ideen sowie gute Gesundheit und eine erfolgreiche Fortsetzung des zweiten Semesters.

 

Eure Fraktionskommission

 

Eveline Bronnenhuber, Mirjam Rischatsch, Ladina Manser-Veraguth,

Corina Peterelli Fetz, Markus Hofmann

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Artikel im Archiv

 

 

 

 

 

 

top